Beim EEG wird ein spezielles Netz auf Ihren Kopf gesetzt, um die elektrischen Aktivitäten Ihrer Gehirnzellen zu messen. Die sehr schwachen Ströme werden vom Gerät aufgefangen und verstärkt. Bitte beachten Sie, dass dabei kein Strom in Ihren Kopf fließt, sondern umgekehrt – das Gerät misst nur die bereits vorhandenen Signale. Selbstverständlich können wir damit keine Gedanken lesen.
Welche Untersuchungen führen wir durch?
EMG – Elektromyographie
Diese Untersuchung führen wir nur durch, wenn sie aus neurologischer Sicht erforderlich ist. Mit einer dünnen Nadelelektrode werden die Funktionen von Muskel- und Nervenzellen überprüft. Da die Nadel in den Muskel gestochen wird, empfinden manche Personen dies als unangenehm. Bei Patientinnen und Patienten mit Gerinnungsstörungen oder unter der Behandlung mit blutverdünnenden Medikamenten können wir diese Untersuchung leider nicht durchführen.
ENG – Elektroneurographie
Bei der Elektroneurographie wird die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) in Armen oder Beinen gemessen. So lässt sich feststellen, ob Ihre peripheren Nerven einwandfrei funktionieren. Unsere Mitarbeitenden erklären Ihnen den Ablauf der Untersuchung selbstverständlich vorab.
Evozierte Potenziale
Durch magnetische oder elektrische Reize wird die Reizleitung im Nervensystem gemessen. So können wir prüfen, wie Signale vom Arm oder Bein ins Gehirn (somatosensorisch evozierte Potenziale, SEP), vom Innenohr zum Gleichgewichtsrechner (akustisch evozierte Potenziale, FAEP) oder von der Netzhaut zum Sehzentrum (visuell evozierte Potenziale, VEP) weitergeleitet werden.
Doppler- und Duplexsonographie der hirnversorgenden Gefäße
Mithilfe von Doppler- oder Farbduplexsonographie untersuchen wir die Durchblutung der Arterien, die das Gehirn mit Blut versorgen. Diese Methode ist für Sie risikofrei und erzeugt sowohl eine akustische als auch eine optische Darstellung der Blutströmung.
Neuro-Ultraschall
Unter dem Begriff Neuro-Ultraschall fassen wir verschiedene Ultraschalluntersuchungen der Nerven und des Gehirns zusammen. Eine transkranielle Ultraschalluntersuchung ermöglicht beispielsweise bei Verdacht auf Parkinson eine genauere Beurteilung des Hirnstammes. Bei Engpass-Syndromen (z. B. Karpaltunnelsyndrom), Nervenverklebungen oder Tumoren kann die Ultraschalluntersuchung peripherer Nerven wichtige Informationen liefern.
Kognitive Testung
Bei Störungen des Gedächtnisses, der Orientierung, der Denkfähigkeit oder bei Verdacht auf Demenzerkrankungen setzen wir Testverfahren wie den Montreal Cognitive Assessment (MoCA), den Mini-Mental-Status-Test (MMST), den Uhrentest oder den DemTect ein. Dies hilft uns, den Schweregrad der Beeinträchtigungen festzustellen und den Verlauf zu beurteilen.
Liquorpunktion
Bei einer Lumbalpunktion wird Nervenwasser (Liquor) entnommen, um bestimmte Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Alzheimer besser zu diagnostizieren. Über den Ablauf und mögliche Risiken informieren wir Sie selbstverständlich ausführlich in einem persönlichen Aufklärungsgespräch.
Untersuchungen und Behandlungen









