Neuro-Ultraschall

Unter dem Begriff Neuro-Ultraschall fassen wir verschiedene Ultraschalluntersuchungen der Nerven und des Gehirns zusammen. Eine transkranielle Ultraschalluntersuchung ermöglicht beispielsweise bei Verdacht auf Parkinson eine genauere Beurteilung des Hirnstammes. Bei Engpass-Syndromen (z. B. Karpaltunnelsyndrom), Nervenverklebungen oder Tumoren kann die Ultraschalluntersuchung peripherer Nerven wichtige Informationen liefern.

Neuro-Ultraschall

Beschreibung der Untersuchung

Neuro-Ultraschall ist ein Überbegriff für verschiedene Ultraschalluntersuchungen, die speziell auf das Nervensystem abzielen. Hierzu gehören beispielsweise transkranielle Ultraschallmessungen, bei denen durch die Schädelknochen hindurch bestimmte Hirnstrukturen sichtbar gemacht werden. Ein typisches Einsatzgebiet ist die Untersuchung des Hirnstamms bei Verdacht auf Parkinson-Erkrankung.

Darüber hinaus können mit dem Neuro-Ultraschall auch periphere Nerven dargestellt werden, um etwa Engpass-Syndrome (z. B. Karpaltunnelsyndrom) oder Tumoren zu diagnostizieren. Das Verfahren nutzt Schallwellen, die über einen Schallkopf in den Körper gesendet werden. Vom Gewebe werden sie unterschiedlich stark reflektiert, was ein detailliertes Bild der Nervenstrukturen ermöglicht.

Wann ist diese Untersuchung notwendig?

Neuro-Ultraschall wird eingesetzt, wenn die Ärztin oder der Arzt Auffälligkeiten im Gehirn oder an peripheren Nerven vermutet. Bei Parkinson-Verdacht kann die sogenannte „Hyperechogenität“ im Hirnstamm ein wichtiger Hinweis sein. Ebenso findet diese Methode Anwendung bei Nervenschädigungen durch Einengungen oder Verletzungen.

Das Verfahren eignet sich zur Verlaufskontrolle bereits diagnostizierter Erkrankungen oder nach operativen Eingriffen an Nerven. Ein weiterer Nutzen besteht in der frühzeitigen Erkennung von Tumoren oder sonstigen raumfordernden Prozessen, sodass eine gezielte Therapie eingeleitet werden kann.

Ist diese Untersuchung schmerzhaft oder unangenehm?

Der Neuro-Ultraschall ist schmerzfrei. Sie spüren lediglich das Aufsetzen des Ultraschallkopfes und das kalte Gel auf der Haut. Bei einer transkraniellen Untersuchung kann es vorkommen, dass man stärkeren Druck ausüben muss, um ausreichend Schallwellen durch den Schädelknochen zu leiten.

Da kein Eindringen in den Körper und keine Strahlenbelastung erfolgt, ist der Neuro-Ultraschall sehr schonend. In der Regel können Sie direkt im Anschluss an die Untersuchung Ihren normalen Tagesablauf fortsetzen.